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Ishar
Ishar knüpft an das frühere Spiel Crystals of Arborea des französischen Studios Silmarils an und erweitert es zu einer Trilogie von Action-Rollenspielen in der Fantasywelt Ishar. Der erste Teil, Ishar: Legend of the Fortress (1992), erschien für Amiga und PC und kombinierte eine Ich-Perspektive beim Erkunden mit textbasierten Dialogen und Gruppenkämpfen – der Spieler führte eine Gruppe von Abenteurern über eine weitläufige Insel, erledigte Aufträge für örtliche Fraktionen und baute nach und nach Ruf und Ausrüstung der Gruppe aus. Die Serie zeichnete sich durch einen recht harten Schwierigkeitsgrad, eine offene Welt ohne viel Führung an die Hand und eine dichte Atmosphäre aus, die stark von Illustrationen und Musik getragen wurde. Statt rundenbasierter Kämpfe im Stil von Dungeons & Dragons kämpften die Figuren in Echtzeit direkt aus der Ich-Perspektive, ähnlich wie bei Dungeon Master, und die Spieler mussten bei Erkundung wie Kämpfen mit begrenzten Vorräten an Nahrung und Ausrüstung haushalten, was der Insel echte Überlebensspannung verlieh.
Ishar 2: Messengers of Doom (1993) verlagerte die Geschichte eine Generation weiter und erweiterte die Welt um neue Inseln und Fraktionen, Ishar 3: The Seven Gates of Infinity (1994) schloss die Trilogie mit einem ausgefeilteren Kampfsystem und verbesserter Grafik ab. Die Spiele entstanden primär für den Amiga und wurden erst später auf PC portiert, was für französische Studios jener Zeit typisch war. Anders als die parallel entstehenden deutschen und britischen Rollenspiele blieb Ishar vor allem eine europäische Angelegenheit und wird heute hauptsächlich als Beispiel der französischen Spieleszene an der Wende der 1980er zu den 90er-Jahren in Erinnerung behalten, wenn auch ohne den kommerziellen Massenerfolg konkurrierender Serien. Alle drei Teile erschienen auch in englischer Lokalisierung und erreichten so ein breiteres europäisches Publikum, was unter französischen Studios jener Zeit eher die Ausnahme als die Regel war.
Teile der Reihe (3)
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Ishar 2: Messengers of Doom · 1993