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Devil May Cry
Devil May Cry entstand bei Capcom quasi als Nebenprodukt eines Resident-Evil-4-Prototyps: Regisseur Hideki Kamiya trieb das Konzept so weit von den Survival-Horror-Wurzeln der Reihe weg, dass daraus ein eigenständiges Spiel wurde, das aber die festen Kamerawinkel und Erkundungspassagen seiner Vorlage beibehielt. 2001 auf PlayStation 2 veröffentlicht, legte es den Grundstein für das Genre der "stilvollen Action" – Dämonenjäger Dante kämpft mit dem Schwert Rebellion und den Pistolen Ebony & Ivory gegen höllische Monster unter der Führung des Unterweltfürsten Mundus, unterstützt von der geheimnisvollen Verbündeten Trish. Das Spiel bewertet jeden Kampf von D bis SSS nach der Vielfalt und dem Fluss der Kombos, nicht nach bloßem Überleben. Gotische Atmosphäre, schwarzer Humor und die Betonung von Stil statt Horror-Spannung prägten einen Ton, der die Reihe bis heute begleitet.
Der zweite Teil von 2003 entstand ohne Kamiyas Beteiligung, und sowohl Kritik als auch Fans bemängelten das flache Kampfsystem, schwache Gegner und den Verlust des Stils, der den ersten Teil berühmt gemacht hatte. Die Serie erholte sich mit Devil May Cry 3: Dante's Awakening (2005), einem Prequel mit einem jüngeren Dante, seinem Zwillingsbruder Vergil als finalem Gegner und der neuen Verbündeten Lady – dank umschaltbarer Kampfstile stiegen Schwierigkeitsgrad und Kampftiefe deutlich, und der Teil gilt bis heute als Höhepunkt der Reihe, später erschien er zudem als Special Edition mit spielbarem Vergil.
Der vierte Teil (2008) fügte mit Nero, ausgerüstet mit dem Schwert Red Queen, dem Revolver Blue Rose und dem dämonischen Devil-Bringer-Arm zum Heranziehen und Wegschleudern von Gegnern, eine zweite spielbare Figur hinzu. Die zweite Hälfte recycelte die Schauplätze der ersten Hälfte in umgekehrter Reihenfolge, diesmal mit Dante, was Kritik als unfertig einbrachte. 2013 rebootete das britische Studio Ninja Theory die Reihe als DmC: Devil May Cry mit einem jüngeren, raueren Dante und neuer Optik – ein Schritt, der langjährige Fans spaltete, obwohl das Spiel selbst als Actiontitel gut aufgenommen wurde; beide Linien wurden 2012 zudem durch eine HD Collection der ersten drei Teile ergänzt.
Devil May Cry 5 (2019), auf der hauseigenen RE Engine aufgebaut, die auch moderne Resident-Evil-Teile nutzen, kehrte zur ursprünglichen Kontinuität zurück und bot mit Dante, Nero und Neuling V gleich drei spielbare Figuren zugleich – V schickt statt direktem Kampf die dämonischen Gefährten Griffon, Shadow und Nightmare ins Gefecht. Kritiker und Fans feierten es als triumphale Rückkehr zur alten Form, und die Reihe zählt heute neben Bayonetta zu den einflussreichsten Vertretern der stilvollen Action.
Teile der Reihe (8)
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Devil May Cry · 2001
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Devil May Cry 2 · 2003
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Devil May Cry 4 · 2008
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DmC: Devil May Cry · 2013
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Devil May Cry 5 · 2019
- PS5