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Advance Wars
Advance Wars entstammt der viel älteren japanischen Serie Famicom Wars, die auf Nintendo-Konsolen schon seit 1988 lief, doch für Spieler außerhalb Japans beginnt die eigentliche Geschichte 2003, als der erste Teil für den Game Boy Advance in Europa erschien. Das Spiel verbindet bewusst comichafte, chibi-artige Befehlshaber (COs) mit einem harten Kern rundenbasierter Taktik auf einer Gitterkarte: Infanterie, Panzer, Artillerie, Flugzeuge und Schiffe haben jeweils eigene Stärken und Schwächen, das Gelände beeinflusst Verteidigung und Bewegung, und jeder CO bringt passive Boni sowie eine einmalige Superkraft mit, die eine Schlacht wenden kann. Zur Einzelspielerkampagne gehörten außerdem ein Karteneditor und die Möglichkeit, über ein Link-Kabel gegen einen anderen Spieler anzutreten.
Der Nachfolger Advance Wars 2: Black Hole Rising (2003) brachte neue Befehlshaber und erweiterte die Kampagne um die aufständische Fraktion Black Hole, während Dual Strike (2005) auf dem Nintendo DS die zwei Bildschirme nutzte, um zwei COs gleichzeitig befehligen zu lassen. Die deutlichste Kehrtwende brachte 2008 Days of Ruin (in Europa als Dark Conflict veröffentlicht): eine ernstere, fast postapokalyptische Geschichte nach einer Naturkatastrophe, eine komplett neue Besetzung und eine rauere Optik spalteten Fans, die den leichten Ton der Serie gewohnt waren, auch wenn die Kritik die vertieften Systeme und die sorgfältigere Einheitenbalance lobte.
Danach verstummte die Serie für lange Jahre, ehe sie 2023 mit dem Switch-Remaster Advance Wars 1+2: Re-Boot Camp zurückkehrte, dessen Veröffentlichung Nintendo aus Rücksicht auf reale Ereignisse um einige Monate verschob. Ihr zugängliches, klares rundenbasiertes System hat inzwischen unabhängige Titel wie Wargroove inspiriert und gilt weiterhin als beliebter Einstieg in die rundenbasierte Kriegsstrategie.
Teile der Reihe (5)
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Advance Wars · 2001
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Advance Wars: Dual Strike · 2005
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Advance Wars: Days of Ruin · 2008
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