Rhythm Heaven Fever
Rhythm Heaven Fever kam auf die Nintendo Wii und brachte mit, was die gesamte Rhythm-Heaven-Reihe so außergewöhnlich macht - einen völlig reinen, ungeschmückten Rhythmus als einzige Spielmechanik. Das Spiel besteht aus Dutzenden kurzer Minispiele, bei denen der Spieler die A-Taste drückt und die Wii Remote genau im Takt der Musik neigt, ohne dass eine einzige Zeitanzeige oder grafische Hilfe auf dem Bildschirm erscheint. Entweder man fühlt den Rhythmus, oder man fühlt ihn nicht, und gerade diese kompromisslose Reinheit macht es zu einem der eigenständigsten Rhythmusspiele seiner Konsolengeneration.
Die einzelnen Minispiele sind kleine absurde Szenen - der Spieler klatscht wie ein Fan bei einem Konzert, schlägt Nägel mit einem Hammer ein, steuert den Flug eines Vogels oder dirigiert einen Chor aus Robotern. Nach der Beherrschung des Grundsatzes schalten sich schwierigere Remixe frei, die bereits erlernte Rhythmen zu längeren Stücken zusammenfügen, sowie Endlosmodi, die statt eines einzigen präzisen Versuchs die Ausdauer testen. Das strenge Bewertungssystem Superb/OK/Try Again zwingt den Spieler, es immer wieder zu versuchen, bis der Rhythmus absolut perfekt sitzt, was das Spiel zu einem idealen Titel für kurze, aber intensive Spielsitzungen macht. Jedes einzelne Minispiel dauert zudem nur einen Moment, sodass sich das Spiel auch hervorragend für ein paar Minuten zwischen anderen Verpflichtungen eignet.
Für eine Reihe, die bis dahin größtenteils in Japan eingeschlossen geblieben war, bedeutete dieser Teil die erste wirklich massentaugliche Veröffentlichung im Westen, und er gilt bis heute als einer der Höhepunkte des Rhythmusgenres auf der Wii. Der grafische Stil ist bewusst einfach und gezeichnet gehalten, die gesamte Aufmerksamkeit fließt in Klang und Timing, was das Spiel auch mit zeitlichem Abstand zeitlos wirken lässt. Warum spielen: Weil es den reinsten, klügsten und süchtig machendsten Rhythmusspaß bietet, den die Wii je hatte.
Spiel 62 von 140 für Nintendo Wii