Moss: Book II
Moss: Book II knüpft direkt an die Geschichte der kleinen Maus Quill an und erweitert das ursprüngliche Konzept um neue Mechaniken, ohne das Grundprinzip des Spiels aufzugeben, bei dem der Spieler aus der Beobachterperspektive das Geschehen in der Diorama-Welt beeinflusst, während die Figur selbst mit einem klassischen Analogstick gesteuert wird. Neu kommen stärkere magische Fähigkeiten hinzu, mit denen der Spieler aktiver gegen Gruppen von Kobolden und andere Feinde vorgehen, größere Objekte bewegen oder gemeinsam mit Quill komplexere Raumrätsel lösen kann, die Höhe und Tiefe des Dioramas noch stärker nutzen als im ersten Teil. Eine neue Fähigkeit zur Zeitverlangsamung erlaubt es dem Spieler, Quill in hektischeren Kämpfen mit mehreren Gegnern gleichzeitig besser zu unterstützen, was zusammen mit den ausgefeilteren Rätseln die Zusammenarbeit zwischen Spieler und Figur auf ein höheres Niveau als im ersten Teil hebt.
Visuell knüpft das Spiel an den gemütlichen, handgemalten Stil des Vorgängers an, doch die Umgebungen sind vielfältiger und technisch anspruchsvoller, was auf PSVR spürbar höhere Hardwareanforderungen bedeutete als beim ersten Teil. Die Erzählweise bleibt dem stillen, durch Gestik und Mimik geführten Stil treu, bei dem Quill und die Nebenfiguren wortlos kommunizieren, während der Spieler als unsichtbarer Begleiter nach und nach mehr über die Zusammenhänge einer Welt erfährt, die im ersten Teil nur angedeutet wurde. Die neuen Umgebungen führen den Spieler zudem in weitläufigere Außenbereiche und Städte, was der Serie das Gefühl einer größeren, ausgefeilteren Welt verleiht.
Book II wurde als Beweis dafür aufgenommen, dass das Konzept des ersten Teils noch Raum zum Wachsen hatte, und die erweiterten Spielmechaniken wurden als natürliche Fortführung dessen gelobt, was der erste Moss angedeutet hatte. Auf PSVR war es einer der letzten großen Exklusivtitel, die noch für die erste Generation des Headsets erschienen, was ihm die Rolle eines würdigen Abschlusses einer der beliebtesten Serien der Plattform verleiht und zeigt, wie weit sich die Kombination aus direkter und indirekter Steuerung in der virtuellen Realität treiben lässt.
Warum spielen: Wegen der erweiterten Mechaniken, die nahtlos an den ersten Teil anknüpfen, ist dies ein würdiger Abschluss einer der beliebtesten Serien der ersten PSVR-Headset-Generation.
Spiel 7 von 28 für PlayStation VR