LocoRoco
Die Welt nach links neigen, nach rechts neigen, und ein rundes gelbes Geschöpf rollt mit fröhlichem Trällern dem Abenteuer entgegen. LocoRoco aus dem Jahr 2006 ist eines der liebenswertesten und verspieltesten Spiele, die je auf der PSP erschienen sind. Sony setzte hier erneut auf eine originelle Idee statt auf sichere Gewissheit, und es zahlte sich aus.
Genial ist vor allem die Steuerung. Sie bewegen nicht direkt die Figur, sondern neigen die ganze Welt, und zwar mithilfe der Schultertasten. LocoRoco rollt dann der Schwerkraft folgend, sammelt weitere Teile seiner selbst ein und wächst zu einem größeren Klumpen, den man per Tastendruck in winzige Einzelne aufteilen und wieder zusammenfügen kann. Aus diesem einfachen Prinzip entsteht ein Spielchen, das zugleich Plattformer und Logikspiel ist und vor allem unglaublich zugänglich.
Die Optik ist reine Freude. Satt gefärbte, runde Formen, niedliche Geschöpfe und eine Welt, die aussieht wie ein zum Leben erwachtes Kinderbuch. Dazu gehört der eingängige, geträllerte Soundtrack in einer erfundenen Sprache, der Ihnen wahrscheinlich tagelang im Kopf hängen bleibt. Die Atmosphäre ist unbeschwert und ansteckend fröhlich.
Entwicklungstechnisch war es ein weiterer der Flaggschiff-Autorentitel, mit denen Sony die Identität der PSP als Konsole nicht nur für große Lizenzen, sondern auch für einfallsreiche, verspielte Experimente aufbaute. Neben Patapon wurde LocoRoco zum Symbol des Originelleren, was der Handheld bot.
Kulturell erwarb sich das Spiel den Ruf eines der sympathischsten Titel seiner Zeit. Es ist ein Erlebnis, das über Alter und Spielerfahrung hinweg funktioniert, weil es auf der einfachen Freude an Bewegung, Farben und Musik aufbaut. Nur wenige Spiele können so leicht ein Lächeln hervorzaubern.
Warum spielen: Ein entzückender, origineller Plattformer, in dem Sie die ganze Welt neigen. Farben, Musik und pure Verspieltheit – ideale Erholung für jeden.
Spiel 47 von 122 für Sony PSP