The Game of Life
The Game of Life ist ein portables Remake des kultigen amerikanischen Brettspiels, bei dem Spieler ihr Leben von Ausbildung über Karriere und Familiengründung bis zur Rente durchlaufen und dabei unterwegs Geld und Glückspunkte sammeln, je nachdem, welche Felder auf dem kreisförmigen Spielplan ihnen die Drehscheibe in der jeweiligen Runde beschert. Auf dem Game Boy Color bewahrt das Spiel das grundlegende Gerüst der Vorlage - das Drehen am Glücksrad, die Wahl des Berufs und der Lebensentscheidungen sowie die abschließende Zählung des angesammelten Vermögens am Spielende. Der Lebensweg enthält Weggabelungen, an denen der Spieler zwischen höherem Risiko und einer sichereren, aber bescheideneren Belohnung wählt, was dem an sich einfachen Spiel ein Element strategischer Entscheidungsfindung verleiht. Der Zufall der Drehscheibe vermischt sich so mit kleinen taktischen Entscheidungen, wodurch eine Partie nie rein zufällig wirkt, auch wenn das Glückselement ein zentraler Bestandteil des Erlebnisses bleibt.
Die digitale Form berechnet die Finanzen automatisch und verwaltet die Spielkarten, was das Spiel gegenüber der Brettversion beschleunigt, bei der das Abrechnen oft langwierig und fehleranfällig zwischen den Spielern war, besonders wenn Kinder mitspielten. Das übersichtliche Menü und die einfache Darstellung des Spielplans auf dem kleinen GBC-Display machen das Spiel zu einem anspruchslosen Titel, der sich auch für jüngere Spieler oder für Familienspiele unterwegs eignet, ohne die ganze sperrige Schachtel mit Spielplan und Spielfiguren ins Gepäck packen zu müssen.
Das Spiel gegen computergesteuerte Gegner ersetzt die Notwendigkeit mehrerer menschlicher Mitspieler, sodass sich The Game of Life auch allein spielen ließ, wann immer der Spieler Lust dazu hatte. Als Umsetzung des Familienklassikers funktioniert die portable Version zuverlässig, auch wenn ihr logischerweise die gesellige Dimension des Spielens am Tisch fehlt, die für die Vorlage typisch und für viele Familien ein fester Bestandteil ist. Heute ist es eher eine Kuriosität und eine nostalgische Erinnerung an die Ära lizenzierter Brettspiele auf Handhelds Ende der Neunzigerjahre, als Verlage wie THQ systematisch beliebte Familientitel ins portable Format übertrugen, um auch Spieler zu erreichen, die sonst Brettspiele Videospielen vorzogen.
Spiel 122 von 129 für Game Boy Color