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Divinity
Die Divinity-Reihe begann 2002 mit Divine Divinity vom belgischen Studio Larian Studios. Es handelte sich um ein isometrisches Action-Rollenspiel, das äußerlich an das damals dominierende Diablo erinnerte, aber eine deutlich umfangreichere Geschichte, eine detailreiche Welt und einen überraschend schwarzen Humor bot. Zwei Jahre später erschien die Fortsetzung Beyond Divinity, die den Todesritter als Hauptfigur und die Zusammenarbeit mit einem treuen Begleiter einführte, bei Spielern und Kritik aber schwächer ankam und meist als Übergangskapitel zwischen den größeren Teilen gilt.
Larian verschwand danach für einige Jahre von der Bildfläche und kehrte 2009 mit Divinity II: Ego Draconis zurück, das die Reihe näher an ein modernes Action-Rollenspiel heranführte und jenes Merkmal einführte, das zu ihrem Markenzeichen wurde: die Verwandlung des Helden in einen Drachen und Luftkämpfe über der Landschaft. Das Spiel erschien später in der erweiterten Developer's Cut mit dem zusätzlichen Inhalt Flames of Vengeance und fand auch den Weg auf Konsolen. 2013 wagte das Studio mit Divinity: Dragon Commander einen unerwarteten Schritt, der Echtzeitstrategie, politische Intrigen zwischen rivalisierenden Fraktionen und Rollenspielelemente mit Drachenkämpfen verband – ein mutiges Experiment, das die Spielerschaft spaltete, aber Larians Risikobereitschaft jenseits gewohnter Muster zeigte.
Den Wendepunkt der Reihe markierte Divinity: Original Sin im Jahr 2014, das teilweise über Kickstarter finanziert wurde. Das Studio kehrte zum rundenbasierten Kampfsystem zurück, ergänzte einen Zweispieler-Koop-Modus und ein ausgeklügeltes System elementarer Wechselwirkungen, bei dem sich Feuer, Wasser, Elektrizität und Gift gegenseitig beeinflussen und sowohl Kämpfe als auch die Umgebung verändern. Das Spiel wurde von der Kritik gefeiert und stellte die Reihe wie auch das Studio nach Jahren der Unsicherheit wieder auf solide Beine.
Die Fortsetzung Divinity: Original Sin II von 2017 gilt bis heute als Höhepunkt der gesamten Reihe – sie erweiterte die Freiheit bei der Charaktererstellung und im Spielverlauf, ließ die Welt deutlich stärker auf Entscheidungen der Spieler reagieren, vergrößerte den Koop-Modus auf bis zu vier Spieler und wurde außergewöhnlich positiv aufgenommen. Der Erfolg der beiden Original-Sin-Teile ebnete Larian den Weg zu Baldur's Gate 3, das auf denselben Systemen und Erfahrungen aufbaute, wodurch Divinity die Richtung des modernen CRPG-Genres in den letzten Jahren indirekt mitbestimmte.
Teile der Reihe (6)
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Divine Divinity · 2002
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Beyond Divinity · 2004
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Divinity: Dragon Commander · 2013
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Divinity: Original Sin II · 2017
- PS4