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Broken Sword
Broken Sword begann 1996 als Broken Sword: The Shadow of the Templars (in den USA unter dem Titel Circle of Blood veröffentlicht), vom britischen Studio Revolution Software unter der Leitung von Charles Cecil. Das klassische Point-and-Click-Adventure mit handgezeichneter Grafik folgte dem amerikanischen Touristen George Stobbart und der französischen Journalistin Nico Collard, deren Ermittlungen zu einem Bombenanschlag in Paris sie zu einer jahrhundertealten Templer-Verschwörung führten. Das Spiel wurde für seine witzigen Dialoge, durchdacht konstruierten Rätsel und filmreife Erzählweise bekannt, was es zu einem der meistgelobten Adventures der neunziger Jahre machte.
Broken Sword II: The Smoking Mirror von 1997 blieb demselben visuellen Stil und dem Heldenpaar treu und verwob die Handlung mit der Mythologie der Maya. Beide ersten Teile erhielten später erweiterte Neuauflagen - ein Director's Cut des ersten Teils und eine überarbeitete Fassung des zweiten erschienen auch auf Konsolen und später auf Mobiltelefonen, wodurch die Serie neuen Spielergenerationen zugänglich wurde. Broken Sword 3: The Sleeping Dragon markierte 2003 eine scharfe Wende: Das Adventure wechselte zu 3D-Grafik mit freier Kamera und einer voll steuerbaren Figur, was bei manchen Fans wegen der ungewohnten Steuerung auf Widerstand stieß, obwohl die Geschichte um das Voynich-Manuskript und religiöse Geheimnisse die Handlung weiter vorantrieb.
Broken Sword: The Angel of Death von 2006 setzte denselben 3D-Ansatz fort und verstrickte George und Nico erneut in eine Verschwörung mit templerischen und rosenkreuzerischen Motiven, diesmal auch auf der Wii erhältlich. Die Umkehr in die andere Richtung brachte erst Broken Sword 5: The Serpent's Curse, finanziert über Kickstarter und zunächst 2013 und 2014 episodenweise veröffentlicht - die Serie kehrte zu handgezeichneter 2D-Grafik und klassischer Steuerung zurück, was Fans als Rückkehr zu dem begrüßten, was die Serie einst berühmt gemacht hatte.
Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg bewegte sich Broken Sword damit vom handgezeichneten Point-and-Click-Stil der Neunziger über Experimente mit 3D bis hin zu einer bewussten Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln, und dank George und Nico, seiner vertrackten Handlungen und seines eigenwilligen Humors bleibt es eine der langlebigsten europäischen Adventure-Serien.