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BioShock
BioShock (2007), von Irrational Games als geistiger Nachfolger von System Shock geschaffen, versetzte Spieler nach Rapture, eine in den 1960er-Jahren vom exzentrischen Geschäftsmann Andrew Ryan auf den Idealen eines schrankenlosen Individualismus erbaute Unterwasserstadt – eine Utopie, die zum Zeitpunkt der Ankunft des Spielers bereits in genetisches Chaos zerfallen ist. Die Mischung aus Shooter und Immersive-Sim-Elementen – die Wahl zwischen körperverändernden Plasmiden, dem Hacken von Maschinen und Umgebungsphysik – sowie eine philosophisch aufgeladene Geschichte mit einer Wendung, die die Manipulation des Spielers selbst offenlegte, machten es zu einem der meistdiskutierten Spiele seiner Generation und zum Gegenstand unzähliger Essays und Analysen.
BioShock 2 (2010), diesmal von 2K Marin entwickelt, kehrte einige Jahre später nach Rapture zurück und drehte die Perspektive um – Spieler steuerten nun einen Big Daddy, den massigen mechanischen Beschützer der Little Sisters, und die Geschichte baute auf dieser Beziehung zwischen Beschützer und Schützling auf. Das Spiel erweiterte Mehrspielermodus und Kampfmechaniken und bot ein ausgefeilteres Kampfsystem, blieb in Geschichte und Atmosphäre aber im Schatten des ersten Teils und erreichte nie dessen kulturelle Wirkung.
BioShock Infinite (2013) verlegte die Reihe von der Unterwasserstadt Rapture in die schwebende Stadt Columbia und knüpfte nur thematisch an die Vorgänger an – durch die Kritik an religiösem und nationalistischem Fanatismus im Amerika der Jahrhundertwende und eine Handlung rund um Parallelwelten mit Booker DeWitt und Elizabeth, deren Fähigkeit, Risse zwischen Realitäten zu öffnen, sowohl die Geschichte als auch das Gameplay antrieb. Infinite erhielt breite Anerkennung für Erzählweise, visuellen Stil und die abschließende Wendung, auch wenn manche Spieler fanden, dass der Shooter-Teil dem ambitionierten Erzählstil nie ganz gerecht wurde.
Teile der Reihe (3)
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BioShock 2 · 2010
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BioShock Infinite · 2013