The Evil Within – boxart
XONEXbox One

The Evil Within

Survival horor 2014 Tango Gameworks ⏱ Lang · ~10–30 Std. 🔞 18+
The Evil Within – Aus dem Spiel
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+6
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Ein klassischer Survival-Horror von Shinji Mikami, in dem die Realität in blutige Visionen zerfällt.

The Evil Within ist eine Rückkehr zum klassischen Survival-Horror aus der Third-Person-Perspektive, wie ihn einst die älteren Resident-Evil-Teile definierten, entstanden unter der Leitung von Shinji Mikami. Detective Sebastian Castellanos rückt aus, um ein Massaker in einem Stadtkrankenhaus zu untersuchen, und stürzt bald in eine Welt, in der sich die Umgebung vor den Augen des Spielers umbaut, Gänge woanders hinführen als noch einen Moment zuvor und die Realität in blutige Bilder zerfällt. Die Erzählung ist bewusst bruchstückhaft und lässt viele Fragen offen, was manche Spieler ihr vorwarfen und andere als ihre größte Stärke ansahen.

Das Gameplay ist bewusst unbequem: Munition ist knapp, der Held gerät schnell außer Atem, viele Gegner sollte man lieber umgehen als töten, und gefallene Widersacher müssen mit einem Streichholz verbrannt werden, sonst stehen sie wieder auf. Eine Armbrust mit Spezialbolzen erlaubt es, Gegnergruppen unter Strom zu setzen, zu blenden oder einzufrieren, sodass aus Begegnungen kleine Rätsel über die Nutzung von Umgebung, Fallen und Minen werden. Charakter- und Waffen-Upgrades werden mit grünem Gel in einem sicheren Zufluchtsort gekauft, zu dem der Spieler regelmäßig zurückkehrt. Die Xbox-One-Version läuft in einem dauerhaften Kinoformat mit schwarzen Balken oben und unten, was dem Spiel eine eigene Note verleiht, auch wenn dies zur Zielscheibe der Kritik wurde.

Die Atmosphäre ist dicht, schmutzig und voller beunruhigender Bilder, die Musik arbeitet mit Stille und plötzlichen Ausbrüchen, und das düstere Hauptmotiv bleibt lange im Gedächtnis haften. Die zeitgenössischen Kritiken fielen gemischter aus, als das Studio erwartet hatte, gelobt wurden Spannung und Einfallsreichtum, Kritik richtete sich auf die Steuerung und Uneinheitlichkeit. Der Titel half dennoch, das Interesse am klassischen Survival-Horror in einer Zeit wiederzubeleben, in der das Genre vor allem auf Action setzte. Heute wird es als hartes, eigenwilliges Spiel für Geduldige geschätzt. Wer sich damit abfindet, dass der Titel bewusst weder Komfort noch Sicherheit gewährt, bekommt einen der letzten großen Vertreter der klassischen Survival-Horror-Schule. Die Bosskämpfe sind einfallsreich und zwingen dazu, nach einer Schwäche zu suchen, statt Vorräte zu verbrennen, und zählen zum Allerbesten, was das Spiel zu bieten hat.

Spiel 85 von 204 für Xbox One