The Walking Dead: Saints & Sinners
The Walking Dead: Saints & Sinners versetzt den Spieler in die überfluteten Straßen von New Orleans, überrannt von Zombies und verfeindeten Überlebenden-Fraktionen, wo jede Entscheidung – wen man rettet, wen man ausraubt, wem man vertraut – den weiteren Verlauf der Geschichte und die Beziehungen zu den einzelnen Fraktionen der Stadt beeinflusst. Das Spiel setzt auf physische Interaktion mit allem in der Umgebung: Der Spieler durchsucht Leichen, öffnet Schubladen, zerlegt Waffen und improvisiert Nahkampf mit allem, was zur Hand ist, vom Küchenmesser bis zum Baseballschläger, der nach ein paar Treffern ordentlich ramponiert ist und repariert oder ersetzt werden muss.
Der Kampf gegen Zombies verlangt Präzision und Besonnenheit – ein einziger unachtsamer Schlag kann mit einem tödlichen Biss enden, und das Spiel bestraft Unbedachtheit spürbar härter als klassische Actiontitel. Das Crafting-System, die Inventarverwaltung und die schrittweise Verbesserung der Ausrüstung geben dem Erkunden Sinn, während moralisch zweideutige Nebenquests und Entscheidungen, die das Schicksal einzelner Fraktionen beeinflussen, der Geschichte Gewicht verleihen. Das Sounddesign, das gedämpfte Knarren der Böden in überfluteten Gebäuden und plötzliche Angriffe aus der Dunkelheit erzeugen eine dichte Horroratmosphäre, die die virtuelle Realität noch verstärkt, während Musik nur selten erklingt und Stille sowie das Plätschern des Wassers den Großteil der Spannung tragen.
Nach der Veröffentlichung wurde das Spiel als einer der Höhepunkte des Survival-Horror-Genres in VR gefeiert und zeigte, dass ein lizenziertes Zombiespiel eine Tiefe bieten kann, die mit einem vollwertigen unabhängigen Spiel vergleichbar ist. Die spätere Veröffentlichung eines Nachfolgers bestätigte, dass das Konzept des physischen Kampfes gegen Zombies in einer überfluteten Stadt bei Spielern nachhaltig ankommt, und viele Spieler kehrten nach ihrem ersten Durchgang noch mehrmals nach New Orleans zurück, um andere Entscheidungen auszuprobieren. Bis heute zählt es zu den Titeln, die oft als Beweis dafür angeführt werden, dass VR eine emotional starke Geschichte mit echten moralischen Dilemmata erzählen kann und nicht nur kurze technische Demos bietet.
Warum spielen: Wegen der emotional starken Geschichte mit echten moralischen Dilemmata und dem physischen Kampf gegen Zombies zählt es zu den Höhepunkten des Survival-Horrors in VR und lohnt sich wegen der unterschiedlichen Entscheidungen mehrfach zu spielen.
Spiel 20 von 29 für PC VR (Rift, Vive, Index)
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