Osmos HD
Osmos HD versetzt den Spieler in die Rolle eines mikroskopischen Organismus, der in einer viskosen Flüssigkeit schwebt, wo die einzige Fortbewegungsmöglichkeit darin besteht, die eigene Masse in die entgegengesetzte Richtung auszustoßen – je mehr man davon verliert, desto kleiner wird man, bewegt sich aber schneller. Ziel ist es, kleinere Organismen aufzunehmen und größeren auszuweichen, bis man zum dominanten Wesen in einer Umgebung voller langsam treibender Punkte wird.
Hemisphere Games veröffentlichte den Titel 2010 als meditatives Gegenstück zu den lauten Arcade-Spielen der frühen App-Store-Ära – das Tempo ist langsam, die Musik ambient und der visuelle Stil auf sanft leuchtende Kreise vor dunklem Hintergrund ohne überflüssige Verzierungen reduziert. Die auf der Impulserhaltung basierende Mechanik verleiht dem Spiel physikalische Glaubwürdigkeit, obwohl die Regeln auch ohne physikalische Kenntnisse oder Vorerfahrung mit ähnlichen Titeln verständlich bleiben. Das Spiel erwarb sich dadurch den Ruf eines der bestbewerteten Indie-Titel der frühen App-Store-Ära, der oft in Diskussionen über die künstlerische Seite mobiler Spiele erwähnt wird.
Die Touch-Steuerung – ein Tippen in die Richtung, in die der Spieler Masse ausstoßen möchte – erwies sich als natürlicher als die ursprüngliche Maussteuerung am Computer, da die Geste die Bewegung nachahmt, die der Organismus auf dem Bildschirm ausführt. Verschiedene Level ändern die Regeln so stark (Gravitationsstrudel, Feindschwärme, geschlossene Behälter), dass das Spiel von der ersten bis zur letzten Mission frisch bleibt, ohne sich zu wiederholen. Die HD-Fassung brachte zudem eine höhere Auflösung und flüssigere Animationen für die damals neueren Geräte, ohne am eigentlichen Spielkonzept etwas zu ändern.
Warum spielen: Passend für Spieler, die ein audiovisuell ruhiges Spiel mit einer originellen Mechanik genießen wollen, statt einem Highscore hinterherzujagen oder schnelle Reflexe zu zeigen.
Spiel 20 von 363 für Mobil (iOS a Android)