Sea Wolf
1976 brachte Midway Sea Wolf auf den Markt, eine arkadenmäßige U-Boot-Simulation, die zu den erfolgreichsten Automaten ihrer Zeit zählte. Der Spieler blickt durch ein Periskop – einen speziellen Sucher, der direkt in das Gehäuse des Automaten eingebaut ist – aufs Meer und feuert Torpedos auf vorbeifahrende Schiffe ab, wobei er deren Entfernung und Geschwindigkeit einschätzen muss, damit der Torpedo genau dort ankommt, wo sich das Schiff befinden wird.
Das Spiel basierte auf einem einfachen, aber fesselnden Prinzip: Eine begrenzte Anzahl an Torpedos zwang den Spieler, überlegt zu zielen und keine Munition an entfernte oder zu schnelle Ziele zu verschwenden, während die Nachtvariante des Spiels zusätzlich Leuchtraketen und eine erschwerte Zielerkennung in der Dunkelheit einführte. Das physische Periskop mit beweglichem Sucher machte Sea Wolf zu einem der markantesten Vertreter der elektromechanisch abgestimmten Automaten aus der Übergangsära zwischen älteren mechanischen Spielen und rein bildschirmbasierten Videospielen und verlieh dem Spiel eine physische, greifbare Dimension, die spätere Bildschirmtitel verloren.
Der kommerzielle Erfolg von Sea Wolf half Midway, seine Position unter den führenden Herstellern von Spielautomaten Mitte der 1970er Jahre zu festigen, und das Spiel wird bis heute neben anderen Periskop-Schießspielen genannt, die es mit seiner Betonung auf Entfernungsschätzung und Schusstiming inspirierte. Es zählt zu den Klassikern, die frühe Vorstellungen davon prägten, wie ein Arkadenspiel aussehen und klingen kann, und das zu einer Zeit, als der Großteil der Konkurrenz noch auf einfacheren Prinzipien beruhte und sich hauptsächlich auf schlichte Bildschirmgrafik ohne physisches Bedienelement verließ.
Warum spielen: Für das unverwechselbare Erlebnis, mit einem echten Periskop zu zielen, wodurch sich der Automat von den meisten Zeitgenossen abhob.
Spiel 128 von 258 für Arcade