D-Day
D-Day wurde 1984 von Konami als Kriegsaction veröffentlicht, inspiriert von der alliierten Invasion in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs. Der Spieler befehligt einen Soldaten, der entlang der Küste und weiter ins Landesinnere vorrückt, Bunker, Geschütze und gepanzerte Fahrzeuge zerstört und dabei Beschuss aus mehreren Richtungen zugleich ausweichen muss, während um ihn herum das Chaos einer Landungsoperation voller Rauch, Explosionen und fallender alliierter Soldaten am Strand tobt.
Das Spiel kombinierte eine Vogelperspektive mit regelmäßigen Kampfsequenzen und legte Wert auf die Planung des Vorrückens – ein unbedachter Angriff endete meist mit einem schnellen Verlust des Lebens und der Notwendigkeit, von der letzten Kontrollwelle erneut zu beginnen, was den Spieler zwang, sichere Wege zwischen den einzelnen Befestigungen zu suchen. Die grafische Darstellung des Schlachtfelds mit Rauch, Explosionen und brennenden Fahrzeugen gehörte Mitte der Achtzigerjahre zu den eindrucksvolleren Beispielen des Kriegs-Arcade-Genres, das sich damals erst formte und noch nach seiner eigenen visuellen Sprache und seinem Spieltempo suchte.
D-Day erreichte nie die Popularität späterer Konami-Titel derselben Periode, ist aber dennoch ein interessantes Beispiel früher Versuche, historische Kriegsthemen in einer Arcade-Umgebung darzustellen, und eine Inspiration für spätere Kriegs-Actionspiele mit einer ähnlichen Vogelperspektive auf das Schlachtfeld und dessen schrittweise Eroberung, Befestigung für Befestigung, bevor diese Vogelperspektive auf das Schlachtfeld von späteren, ausgefeilteren Titeln mit reichhaltigerer Grafik und einer größeren Vielfalt an Gegnereinheiten übernommen wurde.
Warum spielen: D-Day bietet eine atmosphärische, für ihre Zeit visuell beeindruckende Rekonstruktion einer Kriegsinvasion im Arcade-Gewand.
Spiel 101 von 258 für Arcade