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Teenage Mutant Ninja Turtles
Teenage Mutant Ninja Turtles kamen bereits 1989 gleich zweifach ins Videospielgeschäft: Konamis Arcade-Prügelspiel, lizenziert von den Machern des Mirage-Comics und getragen von der Welle der neuen Zeichentrickserie, schickte die vier Brüder in kooperative Kämpfe durch die Kanalisation und die Straßen New Yorks, während das Action-Adventure für das NES einen offeneren Blick auf die Stadt bot, die Steuerung aller vier Turtles erlaubte und mit gnadenlosem Schwierigkeitsgrad aufwartete — am berüchtigtsten ist bis heute die Stufe mit den elektrischen Algen. Der Gegensatz beider Spiele zeigte von Anfang an, dass die Marke gleich mehrere Genres bedienen konnte, eine Strategie, die Konami in den folgenden Jahren über zahlreiche Plattformen hinweg weiterverfolgte.
Für das NES kamen anschließend Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Arcade Game (1990), eine direkte, grafisch verbesserte Umsetzung des Arcade-Prüglers, und Teenage Mutant Ninja Turtles III: The Manhattan Project (1991) hinzu, das die Prügelspiel-Formel um neue Waffen und Turtle-Wechsel erweiterte. Parallel dazu erschien auf dem Game Boy eine eigene Reihe — Fall of the Foot Clan (1990) und Back from the Sewers (1991) als kompakte Action-Plattformer sowie Radical Rescue (1994), das sich stattdessen einer vernetzten Erkundung im Stil eines Metroidvania zuwandte.
Den Höhepunkt der Serie markiert jedoch der Arcade-Titel und die spätere Heimkonsolen-Fassung Turtles in Time (1991, 1992 für das SNES portiert), das dank seines flüssigen Kampfsystems, seines markanten Stils und der Zeitreise-Idee bis heute als das am höchsten geschätzte Spiel der Marke gilt. Nach diesem Höhepunkt folgte eine längere Phase, die vor allem von Begleitspielen zu aktuellen Zeichentrickserien geprägt war, darunter Titel für Game Boy Advance und GameCube zur Animationsserie von 2003, erneut unter dem Konami-Label veröffentlicht.
Nach Jahren abseits des Rampenlichts brachte 2022 Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge für die Switch, entwickelt von Tribute Games, ein großes Comeback: Das Spiel griff bewusst den visuellen Stil und das Tempo von Turtles in Time wieder auf, bot Koop-Modus für bis zu sechs Spieler und wurde als eine der gelungensten Hommagen sowohl an das Prügelspiel-Genre als auch an die Marke selbst gefeiert. Der Erfolg zeigte, dass die Lust auf eine klassische, geerdete Turtles-Interpretation auch mehr als drei Jahrzehnte nach ihrem ersten virtuellen Auftritt nie wirklich verschwunden war.
Teile der Reihe (12)
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Teenage Mutant Ninja Turtles · 1989
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