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Red Dead Redemption
Die Reihe Red Dead Redemption entstand aus dem früheren Western-Spiel Red Dead Revolver, fand ihre eigentliche Identität aber erst mit dem Teil von 2010, der Rockstar Games zum Synonym für eine offene Welt im sterbenden Wilden Westen machte. Protagonist John Marston, ein ehemaliger Gesetzloser, der von der Regierung gezwungen wird, seiner eigenen Vergangenheit nachzujagen, verlieh der Geschichte ein moralisches Gewicht, das den meisten Open-World-Spielen jener Zeit fehlte – die Stille der Prärie, die Einsamkeit und das Thema Erlösung zählten genauso viel wie Schießereien und Verfolgungsjagden zu Pferd.
Der zweite Teil, Red Dead Redemption 2 aus dem Jahr 2018, war zeitlich kein Nachfolger, sondern ein Prequel, das die Van-der-Linde-Bande und den jungen Arthur Morgan in einer Ära begleitet, in der sich der Wilde Westen endgültig in das moderne Amerika verwandelt. Das Spiel trieb Systeme für Tierwelt, Transport und Umweltinteraktion auf ein bis dahin ungekanntes Niveau, und Atmosphäre wie Erzähltempo erinnerten eher an einen interaktiven Film als an ein klassisches Actionspiel. Gerade wegen dieser Tiefe und der sorgfältig erzählten Geschichte gilt der zweite Teil als Höhepunkt der Serie und als eines der ambitioniertesten Projekte der Branchengeschichte.
Obwohl die Serie nur zwei vollwertige Teile umfasst, war ihr Einfluss auf das Open-World-Genre erheblich – sie zeigten, dass eine weitläufige Welt Stimmung und Emotionen tragen kann und nicht nur eine Ansammlung von Nebenquests sein muss. Der Sprung über die Konsolengenerationen von PS3 und Xbox 360 zu PS4 und Xbox One erlaubte es beiden Spielen, die grafischen und technischen Möglichkeiten ihrer Zeit voll auszuschöpfen, und bei Spielern wie Kritikern zählen sie zu den am höchsten geschätzten Titeln ihrer jeweiligen Plattformen.
Teile der Reihe (2)
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Red Dead Redemption · 2010
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Red Dead Redemption 2 · 2018