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Ni no Kuni
Ni no Kuni entstand aus der Zusammenarbeit des Entwicklers Level-5 mit dem Animationsstudio Ghibli, das der Reihe ihren unverwechselbaren visuellen Stil aus märchenhaften Welten und handgezeichneten Figuren verlieh. Der erste Teil, Ni no Kuni: Dominion of the Dark Djinn, erschien in Japan für den Nintendo DS und verband zwei Welten – die reale und ein magisches Paralleluniversum, in das der junge Oliver aufbricht, um seine Mutter zu retten. Die erweiterte Fassung Wrath of the White Witch brachte die Serie erstmals auch außerhalb Japans heraus, diesmal für die PlayStation 3, und wurde zu dem Teil, den die meisten Spieler mit der Marke verbinden.
Im Zentrum des Spielprinzips steht ein rundenbasiertes Kampfsystem mit Begleitwesen namens Familiars, die man fängt, trainiert und austauscht – ähnlich wie in einem Sammel-Rollenspiel. Wrath of the White Witch gilt bis heute als Höhepunkt der Reihe: eine berührende Geschichte, die Musik von Joe Hisaishi und eine Atmosphäre, die dem Ghibli-Animationsstil treu bleibt. Ni no Kuni II: Revenant Kingdom aus dem Jahr 2018 schlug dann einen anderen Weg ein: Die Kämpfe wurden in Echtzeit-Action umgewandelt, und es kam der Aufbau eines eigenen Königreichs hinzu, was langjährige Fans spaltete – zwischen jenen, denen die neue Richtung gefiel, und jenen, denen die Familiars fehlten.
Neben der Hauptreihe entstand mit Ni no Kuni: Cross Worlds ein mobiles MMORPG, das den bekannten grafischen Stil für eine Online-Welt mit anderen Spielern nutzte. Der Serie wird bis heute zugeschrieben, gezeigt zu haben, wie stark ein visueller Stil ein ganzes Spielerlebnis prägen kann, und sie bleibt eines der markantesten Beispiele dafür, wie japanische Animation und das RPG-Genre miteinander verschmelzen.