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Europa Universalis
Europa Universalis wurde im Jahr 2000 vom schwedischen Studio Paradox als Grand-Strategy-Spiel gegründet, in dem Spieler einen von Hunderten Staaten vom Spätmittelalter (Startjahr 1444) über mehrere Jahrhunderte hinweg führen und über Diplomatie, Handel, Kolonisation und Krieg auf einer in Tausende Provinzen unterteilten Karte entscheiden. Anders als die rundenbasierten Strategiespiele ihrer Zeit führte die Reihe eine kontinuierlich laufende Spielzeit ein, die sich verlangsamen, beschleunigen oder anhalten lässt, und legte großen Wert auf politische Mechaniken wie dynastische Ehen, religiöse Konflikte und den Casus Belli, der bestimmt, ob ein Krieg als legitim gilt. Schon der erste Teil und seine Fortsetzung Europa Universalis II (2001) boten damit eine grundlegend andere Art historischer Strategie als die eng gefassten Szenarien der damaligen Konkurrenz.
Europa Universalis III (2007) vertiefte Karte und Systeme erheblich und brachte eine detailliertere Verwaltung von Handelsknoten und Kolonien sowie eine übersichtlichere Oberfläche, wodurch die Reihe ein breiteres Publikum erreichte. Europa Universalis IV (2013) wurde daraufhin zum umfangreichsten und am längsten unterstützten Teil, nach und nach erweitert um Dutzende Erweiterungen und kleinere Pakete, die im Laufe der Jahre Handel, Religion, Institutionsverwaltung und das KI-Verhalten umgestalteten, sodass sich das Spiel nach Jahren der Unterstützung deutlich anders spielte als beim Erscheinen.
Die Reihe wird für die Tiefe und Offenheit ihrer Systeme geschätzt, in denen sich mit genug Geduld fast jeder Staat zur Großmacht entwickeln lässt, sowie für die lebendige Community, die durch Modding und stundenlange Partien um sie herum entstand. Zusammen mit weiteren historischen Paradox-Titeln wie der Reihe Hearts of Iron prägte sie das gesamte Genre der großen historischen Strategiespiele auf dem modernen PC und zeigte, dass selbst eine komplexe Simulation ein breites Publikum finden kann.
Teile der Reihe (5)
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Europa Universalis · 2000
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Europa Universalis II · 2001
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Europa Universalis III · 2007
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Europa Universalis: Rome · 2008
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Europa Universalis IV · 2013