Happy Wheels
Happy Wheels gehört seit seiner Veröffentlichung 2010 zu den meistzitierten Flash-Spielen überhaupt, vor allem dank der Kombination aus Ragdoll-Physik und völlig rücksichtslosem schwarzem Humor. Das Studio Fancy Force bot den Spielern eine Auswahl an Figuren auf Rollstühlen und anderen Fortbewegungsmitteln, die versuchen, eine gefährliche Hindernisstrecke zu durchqueren, ohne Gliedmaßen, Kopf oder Leben zu verlieren. Die Steuerung ist bewusst unbeholfen, und die Physik reagiert auf jeden Aufprall mit übertriebener Brutalität, sodass selbst ein banaler Sturz in einer grafisch widerlichen, aber komisch überzogenen Szene enden kann.
Ein Schlüsselelement des Spiels war der eingebaute Level-Editor, mit dem Spieler eigene tödliche Parcours erstellen und mit der Community teilen konnten. Gerade diese Offenheit machte Happy Wheels zu einer der Säulen der frühen YouTube-Kultur - Protagonisten, die im Rollstuhl ihres Vaters für Behinderte ihre eigenen amputierten Beine beweinen, wurden zu einem wiederkehrenden Internet-Motiv, und das Spiel tauchte regelmäßig in kommentierten Let's-Play-Videos auf, die damals gerade an Popularität gewannen. Der Humor beruht auf dem Kontrast zwischen familienfreundlich wirkender Grafik und den extrem blutigen Folgen der Unfälle.
Im Gegensatz zu vielen anderen Flash-Titeln blieb Happy Wheels länger verfügbar, weil die Entwickler nach und nach auch eine HTML5-Version anboten, und das Spiel findet sich bis heute auf manchen Spieleportalen, auch wenn die ursprüngliche Flash-Variante ohne Emulation nicht mehr funktioniert.
Warum spielen: Für Fans von absurdem schwarzem Humor und physikbasierten Unglückssimulatoren, idealerweise im Bewusstsein, dass es sich um eine bewusst grausame Groteske handelt, nicht um ein realistisches Spiel.
Spiel 62 von 110 für Webové hry (prohlížeč)