Rocket: Robot on Wheels
Plattformer mit Puzzle-Elementen gab es auf Konsolen schon immer genug, aber Rocket: Robot on Wheels versucht, sich unter ihnen durch seine Betonung von Physik und einfallsreichem Rätsellösen abzuheben. Auf dem Nintendo 64, den die Ära der 3D-Sammel-Plattformer prägte, war es ein Titel, der versuchte, dem bewährten Rezept eine eigene clevere Zutat hinzuzufügen.
Als Roboter auf Rädern bewegt man sich durch zerklüftete Welten, sammelt Gegenstände und löst vor allem Rätsel, die auf der Manipulation von Objekten und der Umgebung beruhen. Genretechnisch handelt es sich um ein Zusammentreffen von Plattformer und Logikspiel, bei dem es nicht nur um präzise Sprünge geht, sondern auch darum, sich zu überlegen, wie man die umgebende Welt zu seinem Vorteil nutzt und wie man dorthin gelangt, wohin es auf den ersten Blick nicht geht.
Gerade diese Ausrichtung auf die Interaktion mit der Umgebung verleiht dem Spiel einen eigenständigen Charakter. Statt sich rein auf Action oder Reflexe zu verlassen, fordert es den Spieler auf, zu experimentieren, nachzudenken und Lösungen zu suchen, was es von den rein hüpfenden Plattformern seiner Zeit unterscheidet. Es ist ein Titel für diejenigen, die es mögen, wenn ein Spiel ihnen ein Kopfnuss-Rätsel gibt und sie eine Weile grübeln lässt.
Auf einer Konsole voller großer Namen gehörte Rocket eher zu den leiseren, weniger prunkvollen Spielen, die aber den geduldigen und neugierigen Spieler belohnen. Für Sammler und Liebhaber weniger bekannter Stücke aus der N64-Bibliothek stellt es genau die Art von Entdeckung dar, die es sich lohnt, abseits des Mainstreams zu erkunden.
Wer 3D-Plattformer in Kombination mit einer ordentlichen Portion Nachdenken mag und sich nicht scheut, auch zu einem weniger berühmten Titel zu greifen, findet hier angenehmen und einfallsreichen Spaß.
Warum spielen: Für einen einfallsreichen 3D-Plattformer, bei dem cleveres Rätsellösen und das Spielen mit der Umgebung mehr zählen als Reflexe.
Spiel 29 von 77 für Nintendo 64