The Room
The Room baut das gesamte Spiel um ein einziges Objekt herum – eine geheimnisvolle Holzkiste voller Schlösser, Zahnräder und versteckter Fächer, die man ausschließlich durch Berührung erkundet, Finger für Finger, ohne ein einziges zusätzliches erklärendes Wort. Zifferblätter dreht man mit einer Kreisbewegung, Paneele verschiebt man mit einem Wisch, die Ansicht wird mit einer Lupe direkt auf dem Bildschirm heran- und weggezoomt, und jeder gelöste Mechanismus enthüllt eine weitere Schicht der Kiste, die in der vorherigen verborgen war. Hinweise liefert ein dezentes Tippsystem, sodass man nie völlig festsitzt, aber gleichzeitig eilt das Spiel nirgendwohin – das Tempo bestimmt das geduldige Absuchen der Oberfläche, nicht ein Zeitlimit oder eine Punktzahl.
Fireproof Games veröffentlichte The Room 2012 und zeigte, dass ein Touchscreen für Rätsel ein besseres Werkzeug sein kann als Maus und Tastatur – eine Drehbewegung mit Daumen und Zeigefinger passt natürlicher zum Drehen eines Zifferblatts als ein Klick auf eine Schaltfläche. Eine dunkle, gotische Atmosphäre mit einem Hauch okkulter Ermittlung – Briefe eines geheimnisvollen Meisters des Handwerks, ambiente Geräusche knarrenden Holzes und feine Lichteffekte, die durch Ritzen fallen – verlieh dem sonst abstrakten Rätsel Spannung und einen erzählerischen Rahmen, ohne eine einzige Figur auf dem Bildschirm zu benötigen.
Der Erfolg von The Room startete eine ganze Reihe von Fortsetzungen und beeinflusste das Genre der Touch-„Escape-Box"-Spiele, die seither in großer Zahl in mobilen Stores auftauchen, nur selten aber mit ähnlicher handwerklicher Sorgfalt und Atmosphäre.
Warum spielen: Eine großartige Wahl für Spieler, die greifbare mechanische Rätsel lieben und sehen möchten, wie gut sich Drehen und Entriegeln allein mit den Fingern auf Glas steuern lässt.
Spiel 40 von 363 für Mobil (iOS a Android)