Infinity Blade
Infinity Blade reduzierte Kampf-Action auf eine Reihe von Tipp- und Wischgesten – Blocken, Ausweichen und Angreifen werden per Geste direkt auf dem Körper des Gegners gesteuert, während die Kamera in einer festen filmischen Einstellung bleibt, die eher an einen interaktiven Film als an ein klassisches Spiel erinnert. Zwischen den Kämpfen sammelt der Spieler Waffen und Rüstungen und stärkt die Figur in einem Zyklus aus Niederlagen, um wieder ein Stück weiter in ein verfluchtes Schloss voller Wächter vorzudringen.
Chair Entertainment veröffentlichte das Spiel 2010 als eine der ersten Demonstrationen dessen, was die Unreal Engine auf mobiler Hardware leisten kann – detaillierte Charaktermodelle, dynamische Beleuchtung und filmische Kamerawinkel waren auf Handys damals eine absolute Rarität. Das Spiel diente gleichzeitig als Technologie-Demo für Epic Games und als vollwertiger Titel mit einer eigenen, wenn auch einfachen, Geschichte über einen endlosen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt derselben Figur.
Die Einfachheit der Steuerung – keine virtuellen Sticks, nur Gesten auf dem Bildschirm – machte Infinity Blade zu einem der zugänglichsten Action-Spiele auf Touchgeräten überhaupt, spielbar auch ohne Vorerfahrung mit dem Genre. Der Zyklus aus wiederholtem Sterben und stärkerer Rückkehr ins Schloss, der zunächst wie eine Strafe wirkt, wurde nach und nach zum zentralen Spielprinzip und verlieh dem Titel trotz einfacher Steuerung eine unerwartete spielerische Tiefe. Das Spiel und seine Fortsetzungen wurden später aus dem App Store entfernt, sodass neue Spieler es heute nicht mehr kaufen können und auf ältere Geräte angewiesen sind, auf denen es noch von früher installiert ist.
Warum spielen: Interessant vor allem für alle, die Zugang zu einem alten Gerät mit bereits heruntergeladenem Spiel haben – als Beispiel dafür, wie weit die Grafik mobiler Spiele kommen konnte, für neue Spieler heute aber nicht mehr regulär verfügbar.
Spiel 23 von 363 für Mobil (iOS a Android)