Hole.io
Hole.io verwandelt die Zerstörung einer Stadt in einen beruhigenden, fast meditativen Zeitvertreib. Der Spieler steuert ein Schwarzes Loch, das durch die Straßen kriecht und alles verschlingt, was kleiner ist als es selbst — Mülleimer, Bänke, Autos, mit der Zeit auch ganze Gebäude. Je mehr das Loch frisst, desto größer wird es, und desto größere Objekte kann es wiederum verschlucken, was eine einfache, aber süchtig machende Wachstumsspirale erzeugt. Die Steuerung ist denkbar einfach: Man zieht das Loch einfach in die gewünschte Richtung, weshalb das Spiel mit der Maus im Browser genauso gut funktioniert wie auf dem Touchscreen eines Handys.
Hinter dem Titel steht das Studio Voodoo, das sich genau mit dieser Art von sogenannten Hyper-Casual-Spielen einen Namen gemacht hat — kurze, sofort verständliche Konzepte für schnelle Runden zwischen anderen Tätigkeiten. Hole.io profitiert von klarem visuellem Feedback: Die Zerstörung der Stadt ist effektvoll, übersichtlich und läuft in Echtzeit gegen andere Spieler ab, die auf derselben Karte dieselbe Stadt verschlingen. Es gewinnt, wessen Loch am Ende des Zeitlimits das größte Volumen an Masse aufgesogen hat, was das Spiel von einer rein entspannenden Beschäftigung zu einem leicht kompetitiven Wettstreit macht.
Gerade die Einfachheit ist hier zugleich größte Stärke und größte Grenze — nach ein paar Dutzend Partien zeigt das Spiel nichts Neues mehr, weil das ganze Konzept bereits in der ersten Minute ausgeschöpft ist. Das war aber nie das Ziel: Das Spiel entstand als schneller Spaß für Momente zwischen anderen Tätigkeiten, nicht als Titel für lange Abendsitzungen. Das Mehrspielerelement verleiht der ansonsten simplen Mechanik zudem unerwartete Spannung — Rivalen können nämlich im selben Viertel auftauchen und einem die Beute buchstäblich unter den Händen wegschnappen.
Warum spielen: Eine ideale kurze Verschnaufpause für Momente, in denen man ein paar Minuten gedankenlose Zerstörung will, ohne irgendetwas lernen zu müssen.
Spiel 99 von 110 für Webové hry (prohlížeč)