Pou
Pou vom Studio Zakeh erschien 2012 als virtuelles Haustier in der Tradition von Tamagotchi, nur übertragen auf den Touchscreen eines modernen Smartphones. Der Spieler kümmert sich um ein außerirdisches Wesen, das einer Kartoffel mit großen Augen ähnelt — füttert es, badet es, bringt es zu Bett und spielt mit ihm durch einfache Minispiele, während Pou selbst allmählich wächst, altert und seine Stimmung je nach Qualität und Regelmäßigkeit der Pflege ändert.
Die Steuerung ist vollständig auf Touch ausgelegt und erfordert kein Lesen: Füttern geschieht durch Ziehen des Futters direkt in den Mund, Waschen durch Ziehen eines Schwamms über den ganzen Körper, und die einzelnen Minispiele werden durch einfaches Tippen oder Neigen des Telefons von einer Seite zur anderen gesteuert. Die Einfachheit und das niedliche, universell verständliche Aussehen ohne Textbedarf machten Pou zu einem Hit über Altersgruppen und Sprachräume hinweg, besonders bei kleinen Kindern und ihren Eltern.
Das Spiel war kostenlos mit Werbung herunterladbar und bot kosmetische Extras, Kleidung oder Zimmer-Upgrades gegen echtes Geld an — damals bereits ein recht gängiges Modell für diese Art von immer wieder aufgesuchtem virtuellen Haustiersimulator. Trotz seiner scheinbaren Einfachheit hielt Pou dank regelmäßig hinzugefügter Inhalte und neuer Minispiele eine langfristig treue Spielerbasis. Das Fehlen von Text und die sprachliche Neutralität ermöglichten es dem Spiel zudem, sich praktisch auf der ganzen Welt ohne Lokalisierung einzubürgern.
Warum spielen: Geeignet vor allem für jüngere Spieler und Fans einfacher Haustiersimulatoren, die Werbung als selbstverständlichen Teil des Free-to-Play-Erlebnisses akzeptieren.
Spiel 239 von 363 für Mobil (iOS a Android)